Neuer SEC-Chef fordert mehr Befugnisse bei der Beaufsichtigung von Kryptowährungen

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Gary Gensler, der jüngst gewählte Chef der amerikanischen Börsenaufsicht SEC, hat den Kongress darum gebeten, weitreichendere Befugnisse bei der Beaufsichtigung des Kryptomarkts zu erteilen. Die zuständigen Behörden würde schon jetzt an ihre Grenzen stoßen.

In einer Onlinekonferenz mit dem parlamentarischen Finanzausschuss wurde Genlser in diesem Zusammenhang vom Abgeordneten Patrick McHenry gefragt, was die SEC braucht, um sicherzustellen, dass „der Kryptomarkt im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben florieren kann“. McHenry hängte zugleich an, dass die Aufsichtsbehörden bezüglich Kryptowährungen stärker zusammenarbeiten sollten.

Daraufhin antwortete Gensler, dass der Kryptomarkt von einem „stärkeren Anlegerschutz“ profitieren würde, der über die bisherigen Befugnisse der SEC hinausgeht, denn aktuell ist die Börsenaufsicht in erster Linie für Aktien und verwandte Finanzprodukte zuständig. Damit schob er die Verantwortung zurück zum Parlament, denn der Kongress müsse dafür sorgen, dass seine Behörde entsprechend ermächtigt wird. Eine Überschreitung der eigenen Befugnisse würde es unter seiner Führung nicht geben.

Dahingehend führt Gensler aus: „Aktuell gibt es für Börsen, die mit Kryptowährungen handeln, keinen rechtlichen Rahmen, den die SEC oder unsere Schwesterbehörde für die Beaufsichtigung des Derivatehandels (CFTC) vorgibt. Hierdurch könnten wir mehr Vertrauen und Legitimität schaffen. Momentan gibt es keine Aufsichtsbehörde, die für diese Börsen zuständig ist, weshalb kein Schutz gegen Betrug und Marktmanipulation besteht.“

Die Onlinekonferenz war die dritte Anhörung zur GameStop-Affäre, die Anfang des Jahres für Wirbel auf den Finanzmärkten gesorgt hatte. Die Politik prüft im Zuge dessen allen voran, ob sich die digitale Börse Robinhood in dem Fall der Marktmanipulation schuldig gemacht hat, und welche Rolle Hedgefonds und soziale Netzwerke spielen. Mehrere Kleinanleger hatten sich über Reddit zum gemeinsamen Kauf der GameStop-Aktie verabredet, wodurch ein sogenannter Short-Squeeze ausgelöst wurde, der für massive Verluste bei großen Hedgefonds gesorgt hat.

Vergangenen Monat wurde Gensler zum neuen Chef der US-Börsenaufsicht gewählt. Er äußerte sich in dieser Funktion also nun erstmals zur GameStop-Affäre. In vorherigen Anhörungen zu seiner Wahl hatte sich Gensler positiv über Bitcoin (BTC) geäußert, wobei er die Zuständigkeit für die Kryptowährung nicht bei seiner neuen Behörde sieht.


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