E-Krone – Schweden gibt Update zur geplanten Zentralbank-Digitalwährung

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Der zurückgekehrte Hype um Kryptowährungen hat auch Zentralbank-Digitalwährungen (CBDCs) wieder zum heißen Thema gemacht, wobei Schweden in dieser Hinsicht eines der führenden Länder ist. Die Sveriges Riksbank, also die schwedische Zentralbank, hat nun offengelegt, dass sie eine Distributed-Ledger-Technologie (DLT) für ihre CBDC einsetzt, was die Digitalwährung des Landes ähnlich wie eine Kryptowährung machen würde.

Zur Erinnerung: Distributed-Ledger-Technologie (DLT) ist ein Oberbegriff für dezentralisierte Systeme wie die Blockchain-Technologie.

„Die Technologie, die wir einsetzen, ist eine DLT namens Corda“, wie Cecilia Skingsley, die stellvertretende Gouverneurin der schwedischen Zentralbank, im Rahmen der Krypto-Konferenz CfC St. Moritz bestätigt. Allerdings will sie dies nicht als uneingeschränkte Fürsprache für Corda verstanden wissen:

„Wir haben uns nicht für Corda entschieden, weil wir darin die optimale Lösung für eine zukünftige E-Krone sehen, sondern weil wir im Auswahlverfahren zu dem Ergebnis gekommen sind, dass das von Accenture präsentierte Angebot, basierend auf Corda, am meisten unseren Kriterien entsprochen hat.“

Die Riksbank hatte Ende 2019 dem großen Wirtschaftsdienstleister Accenture den Zuschlag für die Zusammenarbeit an der „E-Krone“ erteilt. Damit arbeitet die Zentralbank nun bereits etwas mehr als 12 Monate am ersten Proof-of-Concept für die Digitalwährung, wie Skingsley angibt.

Alles in allem beschäftigt sich Schweden schon länger mit einer eigenen CBDC, was immer wieder neue Wasserstandsmeldungen über den europäischen Vorreiter hervorgebracht hat. Im vergangenen Dezember hatten die Pläne dabei konkrete Züge angenommen, da die schwedische Politik begonnen hat, die gesetzlichen Voraussetzungen für die E-Krone zu erörtern.

Allerdings betont Skingsley, dass noch immer keine endgültige Entscheidung über die Herausgabe einer CBDC getroffen wurde:

„Obwohl wir in diese Richtung forschen, hat sich die Riksbank damit noch nicht darauf festgelegt, eine E-Krone herausgeben zu wollen. Wir sind noch an einem Punkt, an dem wir mehrere Optionen abwägen müssen. Die Riksbank führt zwar eine Proof-Of-Concept-Studie für die E-Krone durch, aber das machen wir, um im Vorfeld herauszufinden, welche Implikationen eine E-Krone in der Praxis mit sich bringen würde, welche Zielkonflikte sie aufwerfen würde und welche verschiedenen Ausgestaltungsmöglichkeiten es gibt.“

Im Jahr 2020 haben sich immer mehr Länder mit der Herausgabe einer eigenen Zentralbank-Digitalwährung auseinandergesetzt. Während Schweden dabei in Europa vorausgeht, eilt China mit großen Schritten als weltweiter Führer voran.


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