Krypto-Betrug wird auch für Banken immer mehr zum Risiko

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Krypto-Kriminalität verschiebt sich immer mehr weg von Hackerangriffen auf Kryptobörsen und hin zu Krypto-Betrugsprojekten wie Schneeballsystemen und sogenannten Exit-Scams. Verbrechen dieser Art haben um starke 533% zugenommen, was gleichsam bedeutet, dass immer mehr illegale Gelder gewaschen werden müssen. Dadurch steigt der Druck auf Banken, die neuesten Vorgaben des Arbeitskreis Maßnahmen zur Geldwäschebekämpfung (FATF) zu erfüllen.  Zu diesem Schluss kommen zumindest die Krypto-Forscher von CipherTrace in einer neuen Studie vom 11. Februar.

Die sogenannte Travel Rule in den neuen FATF-Vorgaben verpflichtet Unternehmen, die mit virtuellen Währungen handeln dazu, „Informationen über Sender und Empfänger einer Transaktion zu sammeln, zu speichern und zu übertragen, damit verdächtige Transaktionen ausfindig gemacht und angezeigt werden können“. Zudem müssen sie „verdächtige Konten einfrieren und Transaktionen bestimmter Personen und Unternehmen verhindern“.

Diese Regel muss von allen 37 Mitgliedstaaten der FATF umgesetzt werden, darunter China, Japan, die USA, Südkorea und die meisten europäische Länder. Die Umsetzung ist bis zum Juni 2020 fällig.

Bank sind ebenfalls betroffen

Die durch die oben genannten Verbrechen erzielten Verluste der Krypto-Anleger, Kryptobörsen und Krypto-Investoren haben im Jahresvergleich wiederum um 160% zugenommen, da sie von 1,74 Mrd. US-Dollar im Jahr 2018 nun auf 4,5 Mrd. US-Dollar im Jahr 2019 gestiegen sind. Allerdings kommt nicht nur die Kryptobranche durch das vermehrte Aufkommen dieser Form von Kriminalität zu Schaden, sondern wie die Studie von CipherTrace aufzeigt, werden auch Banken inzwischen in Mitleidenschaft gezogen. So wäscht eine durchschnittliche Top-10 Bank in den USA pro Jahr unwissentlich knapp 2 Mrd. US-Dollar aus Krypto-Verbrechen. Allein im Jahr 2019 mussten Banken 6,2 Mrd. US-Dollar an Strafzahlungen wegen Verstößen gegen das Geldwäschegesetz (AML) zahlen und dieser Wert könnte sich im laufenden Jahr noch beträchtlich steigern, sobald die Travel Rule umgesetzt ist.

„Da Kryptowährungen sich immer mehr mit dem traditionellen Finanzwesen verflechten, nehmen auch die Risiken bei der Einhaltung von Gesetzen zur Geldwäschebekämpfung und zur Bekämpfung von Terrorismusfinanzierung stetig zu“, wie Stephen Ryan, der operative Geschäftsführer von CipherTrace in diesem Zusammenhang erklärt. Und weiter: „Virtuelle Währungen befinden sich mittlerweile schon auf Bankkonten und in Zahlungsnetzwerken, weshalb Banken Wege finden müssen, um mit diesen Risiken umzugehen. Damit dies gelingt, müssen die mit der Compliance [Gesetzesbefolgung] beauftragen Mitarbeiter mit den entsprechenden Werkzeugen und Daten ausgestattet werden, um größtmögliche Einsicht in diese neue Anlageklasse zu bekommen.“

CipherTrace Geschäftsführer David Jevans ergänzt:

„Ob es einem gefällt oder nicht, Banken haben weitaus mehr virtuelle Vermögenswerte auf ihren Konten und in ihren Zahlungsnetzwerken als viele in der Branche vorher vermutet hatten. Banken brauchen deshalb neue Möglichkeiten, um illegale Geldgeschäfte, Terrorismusfinanzierung und andere Risikoquellen zu bekämpfen.“

Krypto-Betrug nimmt zu

Obwohl der gestohlene Gesamtwert durch Hackerangriffe im Jahr 2019 um 66% zurückgegangen ist, sind die Verluste, von Teilnehmern der Kryptobranche um 4,5 Mrd. US-Dollar gestiegen, was wiederum bekräftigt, dass Krypto-Betrugsprojekte eine immer größere Rolle spielen.

CipherTrace bezeichnet das Jahr 2019 als Jahr des „böswilligen Insiders“, da in Fällen wie bei den Kryptobörsen QuadrigaCX und IDAX „Insider“ für den Verlust von Krypto-Geldern verantwortlich waren.  

Der Rückgang an Hackerangriffen sei zwar erfreulich, allerdings belegt der starke Anstieg an Insider-Betrugsfällen, dass Krypto-Anleger weiterhin sehr vorsichtig sein müssen, wie CipherTrace abschließend meint.

While the decrease in security hacks is encouraging, the “logarithmic rise” in losses to insider-perpetrated scams means that cryptocurrency industry participants need to continue to exercise extreme caution in their investment research.




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